Das über 100 Jahre alte Haus, in dessen Erdgeschoss meine Großeltern früher ein kleines Cafe zum Leben erweckt haben, das mit seinem hübschen Cafegarten mit drei Kastanienbäumen den Besuchern vom Frühling bis zum Herbst auch draußen ein gemütliches Plätzchen bot, unterteilt den heutigen Sammelsurium-Garten mit dem angebauten Schuppen in zwei Gärten.

 

Der Garten vor dem Haus, wird eingegrenzt durch eine bunt gemischte Vogelschutzhecke (Pufferzone). Das Zentrum des Sonnen verwöhnten Gartens, die Kastanienbäume mussten schon vor vielen Jahren ausziehen, bildet die aus hauseigenem Bauschutt entstandene Hot-Spot-Zone.


Magerstandort liebende heimische Wildpflanzen blühen dort um die Wette und können sich vor Fluggästen kaum retten. Aber auch Kräuter dürfen sich aus der Ertragszone hier in die Hot-Spot-Zone schwindeln. Gerade für die mediteranen Gaumenschmeichler, wie Rosmarin, Salbei und Lavendel ist dieser kuschelige, magere Standort ein Paradies.

 

Staudenbeete und viele Rosen sowie unterschiedlich hohe Pflanzareale und im Garten verteilte ungemauerte Ziegelmäuerchen aus antiken Originalziegeln sorgen dafür, dass der Garten wild und unstrukturiert wirkt. Es soll mir ja auf keinen Fall langweilig werden, wenn ich auf meiner Sammelsurium-Bank sitze. 


Mein besonderes Augenmerk liegt jedoch auf der ganzjährigenVersorgung heimischer Wildbienen, der Honigbiene, Hummeln und
Schmetterlingen mit pollen- (Brut) und nektarreichen heimischen Wildpflanzen.  

 

Der hintere Garten steht ganz im Zeichen des Ertrages, hier sorgen reichlich Beerensträucher und frisch gepflanzte
Spalier-Obstbäume für süßen Genuß. Aber auch Salate und verschiedene Gemüsesorten sorgen für eine Ergänzung des häuslichen Speiseplans. Natürlich dürfen auch hier nektarreiche Blühpflanzen nicht fehlen. Ab und an verliere ich immer wieder „versehentlich“ verschiedene Samen.


Ein kleines Sumpfsickerbeet bietet feuchtigkeitsliebenden heimischen Wildpflanzen  Lebensraum. 

Auch im hinteren Gartenbereich sorgen Höhenunterschiede und viele Steine für Abwechslung und reichlich Schlupfwinkel. 

Geplante Projekte sind im vorderen Garten ein kleiner Teich, das Loch ist längst gegraben und im hinteren Garten ein Gewächshaus, die alten Balken eines kleinen Freisitzes bilden hierfür das Gerüst, für einen früheren Start in die Ertragssaison.

 

Permakulturelemente sind ebenso im Sammelsurium-Garten vertreten wie eine Vielzahl an Küchen- und Heilkräutern.